Buchvorstellung: HappyCarb – Meine liebsten Low-Carb-Rezepte

Buchvorstellung: HappyCarb – Meine liebsten Low-Carb-Rezepte

© Essen ohne Kohlenhydrate

Hallo ihr Lieben, ich habe ja schon lange die Kategorie „Buchvorstellung“ im Kopf. Das habe ich jetzt über ein Jahr vor mir her geschoben. Dank der lieben Bettina Meiselbach (Betti) von HappyCarb und einem tollen Rezensionsexemplar kann ich das Vorhaben aber nun endlich in die Tat umsetzen. Heute möchte ich euch das neue Buch von Betti vorstellen. Ich habe mich auch an ein Rezept gewagt (super lecker und etwas abgeändert) und ein kleines Video daraus gemacht. Was mit besonders gut gefällt (das muss ich unbedingt auch bei meinem nächsten Buch machen), ist ein etwas ausführlicherer Theorie-Teil am Anfang des Buches. Ich vertrete ja (mehr oder weniger) genau die gleiche „lockere“ Einstellung zu Low-Carb … besser als in den einleitenden Seiten hätte ich das nicht ausdrücken können. Zusätzlich bietet das Buch wirklich alles was man sich wünscht und auch etwas für jede Tageszeit und jede Lebenssitutation.

Zusätzlich durfte ich Betti aber auch ein paar Fragen stellen – sozusagen als mein erstes Blogger-Interview 🙂

 

Hi Betti, bitte stelle dich meinen Lesern in ein paar Sätzen vor.

„Hallo Alex, dann nutze ich doch gerne die Gelegenheit. Mein Name ist Bettina Meiselbach, im Internet bin ich als Betti bekannt, die seit August 2014 den Blog Happy Carb – Mein Low-Carb-Weg zum Glück schreibt. Auf meinem Blog berichte ich darüber, wie ich mit Hilfe von Low Carb fast 60 kg Gewicht verloren, und dabei meine Diabetes Typ 2 Erkrankung in die Flucht geschlagen habe. Mein Blog ist sehr bunt, frech und voller leckerer Rezepte. Ganz so, wie ich es gerne mag.“

 

Ich habe dein Buch „Mein Low-Carb Weg zum Glück“ hier vor mir liegen. Wahnsinnige 150 Rezepte und jede Menge Infos über DEINEN Low-Carb Weg. Wie lange hast du gebraucht, bis du „deinen Weg“ gefunden hast?

„Ja, 150 Rezepte sind echt ein Kracher und ich bin auch total stolz darauf. Meinen Weg, meine massiven Gewichtsprobleme irgendwie in den Griff zu bekommen, habe ich eigentlich schon über 25 Jahre lang gesucht. In einer klassischen Diätkarriere, hatte ich mich über die Jahre auf fette 132 kg diätet, und erst ein gesundheitlicher Weckruf lies mich aufwachen. Es musste eine Ernährung her, die langfristig kein Gefühl von Verzicht aufkommen lässt, die superlecker schmeckt und die es mir dabei noch ermöglicht schlank zu werden und auch zu bleiben. Die Quadratur des Kreises, wenn man so gerne futtert wie ich. Da ich an allen gängigen Low-Carb-Konzepten immer etwas zu meckern hatte, habe ich mir einfach mein eigenes Happy-Carb-Prinzip auf den Leib geschneidert und bin seitdem mit meiner Ernährung total happy.“

Hast du auf dem Weg dahin auch mit Rückschlägen zu kämpfen gehabt?

„Logisch, denn Gewicht verlieren ist kein gerader Weg, sondern es geht auch mal hin und her. Zum Glück immer nur in einem Rahmen, der für mich noch akzeptabel war und wo ich bei Bedarf wieder den Rückwärtsgang einschalten konnte. Aber du musst wissen: Essen hat für mich immer eine wichtige Funktion erfüllt. Ich habe gerne bei Stress und Druck, oder auch wenn ich mich unsicher gefühlt habe oder Ängste hatte, zu viel gegessen. Essen nicht mehr Instrument zur Entspannung oder als Wohlfühlspender zu funktionalisieren, ist schwieriger zu überwinden, als „nur“ die Ernährung umzustellen. Von daher sehe ich mich in bestimmten Situationen immer wieder mal mit alten Verhaltensweisen konfrontiert und erarbeite mir nach und nach Strategien, wie damit besser umzugehen ist. Das ist ein Prozess, der Zeit braucht um zu lernen, dass es auch anders geht als früher. Aber wenn ich heute mit Blumenkohl und Nüssen über das Ziel hinausschieße, dann ist das eben weniger schlimm als früher mit Chips und Schokolade. Einer der großen Vorteile von Low Carb, zumindest aus meiner Perspektive.“

 

Du lebst (genau wie ich) eine eher lockere bzw. eher komplett individuelle Form von Low-Carb. Hast du auch mal die extremen Formen von Low-Carb ausprobiert?

„Meine Entscheidung, Low Carb eher moderat, ohne dogmatische Vorschriften und ohne den Anspruch auf Perfektionismus umzusetzen ist in erster Linie darin begründet, dass ich mich ungern an Vorgaben halte, die ich häufig für fragwürdig und/oder genussfeindlich halte. Essen soll auch weiterhin Spaß machen und schmecken. Ich habe auch Erfahrungen mit extremen Formen von Low Carb gemacht, praktiziere z.B. die ketogene Ernährung mit sehr starker Reduzierung der Kohlenhydrate kurmäßig zweimal für 4 Wochen im Jahr, aber eben nur um den Fettstoffwechsel zu trainieren. Als Dauerernährung haben sich die Low-Carb-Formen mit extremen Einschränkungen für mich nicht als praktikabel erwiesen. Ich will nicht zählen, überwachen und irgendwelche Apps mit Makros füttern, sondern will durch eine intelligente, bunte und leckere Zusammenstellung der Mahlzeiten gesund leben. Das geht auch ohne den Terror, der einem bei der einen oder anderen extremen Ernährungsform oft entgegenschlägt.“

Ich habe ein Rezept deiner Sammlung nachgekocht und etwas abgewandelt (siehe Video). Wie entwickelst du deine Rezepte? Auf dem Papier oder direkt in der Küche?

 

600g rote Paprika

Tomatenbasis
75g Tomatenmark
15ml Olivenöl
15ml heller Balsamicoessig
1 TL Senf
Salz und Pfeffer

Pizzini-Mischung
100g gekochter Schinken
100g Champignons
100g rote Zwiebeln
100g Gouda
Pizzagewürz

 

„Danke für deine Arbeit. Total spannend ein eigenes Rezept verfilmt zu sehen. Bei der Rezeptentwicklung überlege ich mir meist, was ich gerne essen würde. Alles was in meinem Buch drin ist, wurde schließlich daheim in meiner Küche gekocht und auch ratzfatz fotografiert und anschließend lauwarm gegessen. Manchmal lockt mich ein einzelnes Lebensmittel und ich überlege mir, was ich damit anstellen könnte. Oder ich sehe bzw. lese irgendwo ein Gericht und denke mir, sowas in der Art, nur eben im Happy-Carb-Stil, würde ich auch mal gerne essen. Dazu schreibe ich erst mal ein Rezept grob auf und die Feinabstimmung erfolgt beim Kochen in der Küche. Häufig muss ich dort auch noch improvisieren und es entstehen ganz neue Geschmackserfahrungen. Was lecker ist, kommt auf meinen Blog und/oder meine Bücher und über den Rest decken wir den Mantel des Schweigens. Mein Mann muss manchmal aber schon leiden.“

 

Ich freue mich schon weitere leckere Gerichte aus deinem Kochbuch nach zu kochen. Wie sind deine weiteren Pläne mit HappyCarb?

„Gerade eben erscheint schon mein nächstes kompaktes Kochbuch „Happy Carb to go, mit  44 Low-Carb-Rezepten für unterwegs“ (HIER bestellen). Dazu wird es im kommenden Herbst ein neues großes Kochbuch geben mit weiteren 150 kunterbunten Low-Carb-Rezepten. Also die Arbeit und der Spaß gehen nicht aus. Dazu möchte ich unbedingt auch wieder mehr redaktionelle Beiträge auf meinen Blog packen. Ich schreibe ja für mein Leben gerne und will zukünftig neben dem Kochen auch wieder mehr an informativen Beiträgen rund um mein Happy-Carb-Leben präsentieren. Dazu werde ich bald Teil eines Fitness-Projektes sein und da regelmäßig Rezepte beisteuern. Außerdem würde ich gerne selbst mal ausprobieren, wie es funktioniert so tolle Kochvideos zu drehen, wie du sie machst. Dann steht ein optischer Refresh von Happy Carb auf der Agenda und und und. Du weißt ja, wie das ist. Die Pläne sind riesig und die zur Verfügung stehende Zeit immer etwas knapp.“

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