Penny-Märkte setzten auf Tierschutz

Penny-Märkte setzten auf Tierschutz

© Essen ohne Kohlenhydrate

Der Discounter setzt ab dem 1. Februar 2017 beim Thema Eier auf den Hersteller Herzbube und setzt damit ein Zeichen bei Problemen wie Kükentöten und Schabelkürzen – das Ziel ist GVO-freies (gentechnik) Futter. Alle Herzbube-Eier stammen aus kontrollierten Ställen mit Bodenhaltung. Diese sollen in allen deutschen Filialen (immerhin über 2000 Stück) von Penny verkauft werden. Dabei kostet eine Packung mit 6 Eiern €1,29.

herzbube

Was sind Herzbube-Eier?

Zum einen werden die männlichen Küken nicht direkt getötet, wenn sie geschlüpft sind. Pro Jahr werden nämlich rund 45 Millionen männliche Küken direkt nach der Geburt ermordet, weil sie weder Eier legen noch genügend Fleisch ansetzen. Bei Herzbube-Eiern werden die Küken bis zur Schlachtreife aufgezogen.

 

Zum anderen werden den Legehennen nicht die Schnäbel gekürzt. Es ist das wichtigste Tastorgan der Tiere. Bei vielen Betrieben werden ihre Schnäbel gekürzt, da die Legehennen sich unter Stress mit den Schnäbeln gegenseitig verletzen. In der Herzbube-Aufzucht wird auf das Schnabelkürzen verzichtet und stattdessen den Tieren eine Pick-Alternative geboten (z.B. Picksteine oder Stroh).

 

Zudem erhalten Herzbube-Küken gentechnikfreies Futter – was bei vielen Zuchtstationen ebenfalls nicht selbstverständlich ist.

 

Quelle: Rewe-Pressemitteilung, Wunderweib

 

„Als erster Discounter geben wir ein klares Signal in den Markt, dass wir die bisherige Praxis so schnell als möglich überwinden müssen“, sagt Penny-COO Stefan Magel. „Für die HERZBUBE-Eier wurden vor einigen Wochen je 72.000 weibliche und männliche Küken eingestallt. Wir zeigen, dass es im Hinblick auf das Tierwohl, aber auch mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit, praktisch möglich ist, die männlichen Küken nicht unmittelbar zu töten.“

 

küken

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