Gewichtszunahme bei der Periode: Das steckt dahinter

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30. März 2021
Gewichtszunahme bei der Periode: Das steckt dahinter

© Essen ohne Kohlenhydrate

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mit viel erstellt von Laura

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Gewichtszunahme vor der Periode: Das steckt dahinter

Für die meisten Frauen ist die Zeit ihrer Menstruation die unangenehmste im Monat. Kennst du das auch? Du hast Unterleibsschmerzen, bekommst unreine Haut, bist ständig müde, fühlst dich unwohl und bildest dir ein, eine Gewichtszunahme vor Periodenbeginn zu bemerken. Leider ist letzteres keine Einbildung, denn schon vor deiner Regelblutung nimmst du tatsächlich an Gewicht zu. Was es damit auf sich hat, dass deine Periode Gewichtszunahme zur Folge hat und was du gegen die Gewichtszunahme während der Periode tun kannst, kannst du im Folgenden lesen.

Gewichtszunahme vor der Periode aufgrund von Wassereinlagerungen

Wenn du dich darauf konzentrierst, dein Gewicht zu halten oder sogar abzunehmen, beschäftigt dich vermutlich eine Frage besonders: „Wieviel schwerer ist man während der Periode?“ Die erstaunliche Antwort ist: Bis zu drei Kilo. Das klingt nach sehr viel zusätzlichem Gewicht. Es gibt allerdings auch eine gute Nachricht. Denn du nimmst nicht an Körperfett, sondern hauptsächlich an Wasser zu. Der Grund hierfür ist dein veränderter Hormonhaushalt. Vor deinem Eisprung produziert dein Körper Östrogen. Nach dem Eisprung produziert er dann das Hormon Progesteron, das deinen Körper auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereitet, indem die Gebärmutterschleimhaut besser durchblutet wird. Durch diese Hormonproduktion soll die Einnistung einer befruchteten Eizelle vorbereitet werden. Für den Fall, dass sich keine Eizelle in deiner Gebärmutter einnistet, du also nicht schwanger wirst, nimmt die Konzentration des Hormons Progesteron in deinem Körper wieder ab. Als Folge dessen setzt deine Periode ein. Der sinkende Progesteronspiegel ist einer der Gründe, für die Gewichtszunahme vor deiner Periode. Denn hierdurch wird schon 14 Tage vor dem Beginn deiner Regelblutung vermehrt Wasser in den Zellen gespeichert und du legst an Gewicht zu.

zyklus wassereinlagerungen
In der gleichen Phase kann es zu den bekannten PMS-Beschwerden kommen.

Dadurch, dass die Kapillarwand im Gewebe für Eiweiße durchlässig wird, werden Eiweiße und Flüssigkeit in dein Bindegewebe geschwemmt. Als Folge dessen kommt es zu einem Flüssigkeitsmangel in deinen Blutgefäßen. Den kompensiert dein Körper durch vermehrte Wassereinlagerungen. Diese sogenannten Ödeme lagern sich meistens in den Brüsten, Beinen sowie dem Bauch oder dem Gesicht ab. Hiergegen kannst du leider nichts tun, da es der natürliche Lauf der Dinge ist. Die Tatsache, dass du trotz gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung, allein aufgrund deiner weiblichen Hormone zunimmst, kann zermürbend sein. Aber du kannst dir sicher sein, dass die zusätzlichen Pfunde auf der Waage sich im Laufe deiner Menstruation wieder verflüchtigen werden, da das zuvor eingelagerte Wasser auch wieder abgebaut wird. Es wird dir also besser gehen, wenn du versuchst, die Waage während dieser Tage zu meiden.

Wie du trotzt Periode abnehmen kannst

Um die wasserbedingte Gewichtszunahme bei der Periode zu reduzieren, kannst du einige Dinge in deiner Ernährung berücksichtigen. Bereits in der zweiten Zyklushälfte kannst du kaliumhaltige Lebensmittel wie beispielsweise Brokkoli, Rote Beete, Karotten, Kartoffeln, Bananen oder Hülsenfrüchte zu dir nehmen. Das Kalium reguliert deinen Wasserhaushalt und wirkt somit deiner Gewichtszunahme während der Periode entgegen.

Gutes Essen fuer die Periode
Auch anderes Gemüse ist bei der Periode sehr gut geeignet.

Die gleiche Wirkung haben Joghurt, Quark, Cashewkerne und Haferflocken. Sie haben zudem einen positiven Einfluss auf dein Verdauungssystem, welches während deiner Menstruation durch Verstopfung oder Blähungen beeinträchtigt sein kann. Außerdem empfiehlt es sich, dass du die Aufnahme von tierischem Eiweiß reduzierst. Achte zudem auf deinen Salzkonsum. Wenn du von beidem weniger zu dir nimmst, kann dein Körper das gespeicherte Wasser besser abtransportieren. Dies kannst du zusätzlich dadurch unterstützen, indem du viel Wasser trinkst. Das klingt erstmal paradox, ist aber durchaus logisch. Wenn dein Körper nicht genug Flüssigkeit zur Verfügung hat, speichert er das Wasser ein, welches du zu dir nimmst. Wenn du ihm aber ausreichend Flüssigkeit zuführst, kann dein Körper über die Nieren die angesammelten Abfallstoffe und somit auch im Gewebe eingelagertes Wasser und Eiweiß herausspülen.

Durch die Vorbereitung auf die potenzielle Schwangerschaft speichert dein Körper vermehrt Kalorien. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung kann dir dabei helfen, deine Hormonschwankungen positiv zu beeinflussen und weniger zuzunehmen. Denn durch ungesunde zuckerhaltige Lebensmittel und Alkohol wird die Wasseraufnahme zusätzlich angeregt. Neben diesen Lebensmitteln solltest du auch deine Koffeinaufnahme im Blick behalten. Denn wenn du während deiner Menstruation häufig müde bist und diese Müdigkeit mit Kaffee ausgleichen möchtest, kann dies unangenehme Nebeneffekte haben. Die Folgen können Verdauungsprobleme und das Gefühl eines aufgeblähten Bauches sein. Versuch es stattdessen mit grünem Tee oder einem kleinen Schläfchen. Sicherlich wirst du dich danach ausgeruhter fühlen. Tagsüber kannst du den Abtransport des eingelagerten Wassers zudem durch das Trinken von Entwässerungstees unterstützen. Hierbei ist es aber ratsam, den Tee vormittags zu trinken, damit dich seine Wirkung nachts nicht vom Schlafen abhält.

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Heißhunger während der Periode

Auch aus anderen Gründen kann es zu einer Gewichtszunahme vor der Periode kommen. Sie kann nämlich mit den Symptomen des prämenstruellen Syndroms, auch als PMS bekannt, einhergehen. Du hast vielleicht schon bemerkt, dass es ungefähr zwei Wochen vor dem Beginn deiner Menstruation einsetzt. Eines der häufigsten Symptome sind Heißhunger und Fressattacken. Diese sind dadurch bedingt, dass die Vorbereitung auf eine mögliche Schwangerschaft deinem Körper suggeriert, dass du mehr essen musst, um Energie zu dir zu nehmen. Schokolade ist hierbei besonders oft das Objekt der Begierde, da dein Körper schnell Energie aus dem in ihr enthaltenen Zucker ziehen kann. Das ist völlig normal. Denn während dieser Zeit steigt auch der Spiegel des Stresshormons Cortisol im Körper an, wobei das Wohlfühlhormon Serotonin abnimmt. Dein Körper sucht nach einer Möglichkeit, an neues Serotonin zu gelangen. Das kann ihm durch die Aufnahme von fettigen und süßen Lebensmitteln gelingen. Sei daher gnädig zu dir selbst und verurteile dich nicht.

Nach dem Ende deiner Menstruation solltest du jedoch zu deinem normalen Ernährungsplan zurückkehren. Dann wirst du durch die Heißhungerattacken während deiner Periode auch nicht dauerhaft zunehmen. Wenn du dem Heißhunger vorbeugen willst, kannst du besonders nährstoffreiche Lebensmittel zu dir nehmen die länger sättigen, wie z. B. Hülsenfrüchte, mageres Fleisch und Milchprodukte sowie frisches Obst und Gemüse. Wenn es dann doch noch etwas Süßes sein soll, kannst du zuerst zu gesünderen, zuckerhaltigen Lebensmitteln wie Bananen, Mangos, Nüssen, süßem Tee oder Trockenobst greifen. Wenn dich dann mal wieder eine Heißhungerattacke überkommt, horch einmal tief in dich hinein: Hast du wirklich Hunger oder ist es Durst? Diese beiden Bedürfnisse werden oft verwechselt. Trink daher erstmal ein Glas Wasser, wenn es dir nach Süßem oder Fettigem gelüstet. Nach ein paar Minuten sollte sich das Verlangen danach schon verringert haben.

Fehlende Bewegung während der Periode

Da dein Körper während deiner Menstruation eine anstrengende Phase durchläuft und Höchstleistungen erbringt, ist es nicht ungewöhnlich, dass dir der Sinn nicht zwangsläufig nach sportlicher Betätigung steht. Schließlich plagen dich schon Unterleibsschmerzen, Müdigkeit und Heißhunger. Verschiedene Studien haben allerdings herausgefunden, dass Sport die Menstruationskrämpfe lindern kann. Das liegt daran, dass während des Workouts Serotonin ausgeschüttet wird, während zeitgleich die Cortisol-Konzentration absinkt. Dieses veränderte Hormongleichgewicht kann deine Beschwerden mindern. Außerdem hilft dir die Bewegung dabei, das angesammelte Wasser auszuschwitzen und dich somit wieder wohler in deinem Körper zu fühlen. Falls du dich doch nicht zu einer Sporteinheit aufraffen kannst, versuche es für den Anfang mit einem kurzen Abendspaziergang, nimm die Treppe anstatt des Aufzugs oder steige eine Station früher aus dem Bus aus und gehe den Rest des Weges zu Fuß. So kannst du ohne großen Aufwand auch während deiner Periode Bewegung in deinen Alltag integrieren.

Eine Frau macht Yoga
Auch eine kleine Yoga-Einheit kann Wunder bewirken.

Lass dich also nicht entmutigen, wenn du vor oder während deiner Menstruation ein paar Kilo mehr auf der Waage bemerkst. Versuche, die Waage zu meiden und hör auf deinen Körper. Denn auch, wenn du dich nicht strikt an deinen Ernährungsplan oder deine angesetzten Sporteinheiten hältst, ist das zusätzliche Gewicht kein anhaltender Zustand und du wirst dein ursprüngliches Gewicht zurückerlangen.

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Quellen: Food & Vegetables vector created by macrovector - www.freepik.com

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